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01.12.2020

Städte gegen Todesstrafe

©Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Auch die Stadt Aachen hat sich am internationalen Aktionstag „Cities for Life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe” beteiligt. Die Initiative dazu geht von der christlichen Gemeinschaft Sant'Egidio. In Aachen wurde aus diesem Anlass mit Beginn der Dämmerung in rotes Licht getaucht.

Weltweit machen Städte mobil für die Abschaffung der Todesstrafe und die Achtung der Menschenrechte: „Heute beziehen viele Städte weltweit und wir hier in Aachen in der Öffentlichkeit deutlich Position für die Menschenrechte, wir protestieren gemeinsam gegen die Todesstrafe, die leider immer noch in vielen Ländern praktiziert wird. Gerade in Amerika, einem aufgeklärten Land, können wir mit dem neu gewählten Präsidenten die Hoffnung verbinden, dass diese menschenverachtende Praxis ein Ende findet“, steht für Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen fest.

Bürgermeisterin Hilde Scheidt war für die Stadt Aachen am Ponttor dabei. Sie sieht in der Todesstrafe „keine Option“: „Das Leben von jedem Menschen ist zu wertvoll“ und Wolfgang Cornely von Amnesty International stellte klar: „Diese äußerste Strafe verletzt auf grausame Weise das Menschenrecht auf Leben und das Recht, keiner grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Strafe unterworfen zu werden. Eine Welt ohne Todesstrafe ist eine Hoffnung – aber eine reale. Kämpfen wir dafür, dass sie wahr wird.“

Den weltweiten Aktionstag „Cities for Life“ gibt es seit 2002 und in den vergangenen Jahren haben sich fast 300 deutsche Städte, darunter Berlin, Hamburg, Stuttgart und Köln beteiligt. Sant’Egidio, eine christliche Bewegung, die in 70 Ländern der Erde vertreten ist und weit über 70.000 Mitglieder zählt, hat den 30. November als Aktionstag gewählt, da an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe abschaffte.“

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.santegidio.org und nodeathpenalty.santegidio.org/en

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