
Ein vollbesetzter Saal der Kurparkterrassen in Aachen-Burtscheid ist immer ein schöner Anblick. Insbesondere, wenn es sich um eine grüne Veranstaltung handelt. Unter einer sachkundigen Moderation stellten die grünen LandtagskandidatInnen der Städteregion ihre Arbeitsschwerpunkte und politischen Ziele dar.
Spitzenkandidat Reiner Priggen vertiefte die inzwischen zwölf Jahre langen Erfahrungen mit rot-grünen Koalitionen in Nordrhein-Westfalen. Was 1995 nach den grünen Wahlerfolgen noch unter Johannes Rau als eine Art Majestätsbeleidigung von Seiten der SPD empfunden wurde, hat sich über den Dauerkonflikt mit Wolfgang Clement auf fast allen Gebieten inzwischen zu einer fairen, sachbezogenen Zusammenarbeit unter der derzeitigen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft entwickelt. Insofern gäbe es genug Argumente, diese Zusammenarbeit in der nächsten Legislaturperiode fortzusetzen. Priggen betonte, dass das eigentlich unmögliche und in der Bundesrepublik bislang einzigartige Experiment, als Minderheitsregierung zwei Jahre lang wichtige Kompromisse zu schließen, neue Impulse in den Landtag gebracht habe. Diesen sachbezogenen Stil wolle man auch in Zukunft pflegen, trotzdem sei eine klare Mehrheit für das Reformbündnis wichtig.