Genossenschaftliches Wohnen stärken

Genossenschaften brauchen mehr Vorlaufzeit zur Projektierung von Wohnungen als gewinnorientierte Unternehmen. Aber sie bauen Wohnungen, die langfristig bezahlbar sind. Die Stadt Aachen soll ihnen daher geeignete Flächen möglichst frühzeitig anbieten.

Ratsantrag 2026_17

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, bei der anstehenden Konzeptvergabe für die Flächen des ehemaligen Sportplatzes Rathausstr. in Laurensberg einen Anteil von mindestens 50% für genossenschaftliches Wohnen zu reservieren und dies zeitnah anzukündigen.

 

Begründung

Steigende Baupreise führen auch in Aachen zu immer höheren Mieten, die sich immer weniger Menschen leisten können. Wohnen wird so zum Luxusgut.

Genossenschaften bauen im Gegensatz zu privaten Investoren deutlich preiswerter, da ihr wesentliches Ziel nicht die Gewinnmaximierung, sondern die dauerhafte, kostendeckende Versorgung ihrer Mitglieder mit bezahlbarem Wohnraum ist. Im Durchschnitt können Genossenschaften Wohnraum um 20-50% günstiger anbieten als klassische Investoren.

Da Genossenschaften sowohl zur Gründung, als auch zur Projektierung einen deutlich größeren zeitlichen Vorlauf benötigen, sollte die Ankündigung der Konzeptvergabe zeitnah erfolgen um möglichen Interessenten den notwendigen Spielraum zu schaffen.

 

Carsten Schaadt
Fraktionssprecher
Sebastian Breuer
Wohnungspolitischer Sprecher

 

 

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