Keine Atomtransporte in Jülich

Der grüne Bundestagsabgeordnete und Energieexperte Oliver Krischer protestiert vehement gegen diesen Transport.

Der ehemalige Atomversuchsreaktor in Jülich wird seit März 2009 unter sehr schwierigen Bedingungen abgebaut, denn das Jülicher Gelände ist seit einem Zwischenfall hochradioaktiv verseucht. Im Zuge des Abbaus sind bisher 152 Behälter mit radioaktivem Brennelementekugeln angefallen, die derzeit auf dem Gelände des Forschungszentrums in Jülich lagern. NOCH. Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, sollen die besagten Fässer in jahrelangen hochgefährlichen Transporten von Jülich quer durch den Kreis Düren ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden. Dort verbleiben sie bis zu ihrem nächsten Transport, denn Ahaus ist nur ein Zwischen- und kein Endlager.

Der grüne Bundestagsabgeordnete und Energieexperte Oliver Krischer protestiert vehement gegen diesen Transport. Unnötige und hochgefährliche Fahrten mit strahlenden Fässern per LKW oder Zug quer durch Deutschland sollten – seiner Meinung nach – unbedingt vermieden werden.
Krischer schlägt vor, für den Jülicher Atommüll direkt vor Ort ein Zwischenlager zu errichten, bis die Endlagerfrage insgesamt in Deutschland geklärt ist.

Bisher gibt es in Deutschland nur Zwischenlager aber kein einziges Endlager, wo der über Jahrhunderte strahlende und für die Menschen hochgefährliche Müll sicher gelagert werden könnte. In Konsequenz bedeutet dies, dass – wie im Fall von Asse -  hochradioaktive und gefährliche Behälter in zeitlichen Abständen durch Deutschland chauffiert und irgendwo provisorisch zwischengelagert werden bis sie ins nächste Zwischenlager wandern. Trotz dieses Umstandes hat die Bundesregierung diese Woche angekündigt, die Laufzeit von Atomkraftwerken zu verlängern. Es wird also weiter fleißig Atommüll produziert für den es keine sichere Lagerstätte gibt.

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