Sofortmaßnahmen zum Hitzeschutz in Schulen und Kitas

Bei Extremtemperaturen wie diesen Sommer ist es viel zu heiß für die Kinder in Kitas und Schulen:

Zu wenig Schatten, zu wenige Ventilatoren, fast nirgends Klimaanlagen. Für ein erträgliches Raumklima braucht es Sofortmaßnahmen!

 

Ratsantrag 2026_18

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat kurzfristig ein Sofortprogramm zum Hitzeschutz für Schulen und Kindertagesstätten vorzulegen. Ziel ist die Umsetzung kurzfristig realisierbarer Maßnahmen während der Sommerferien oder zum kommenden Schuljahr.

 

Dabei sind insbesondere zu prüfen und priorisiert umzusetzen:

  • kurzfristige Verschattungsmaßnahmen wie Sonnensegel, Außenjalousien oder mobile Beschattungselemente
  • der Einsatz von Ventilatoren und mobilen Klimageräten in besonders hitzebelasteten Unterrichts- und Gruppenräumen
  • die Ausstattung von Schulen mit fest installierten Klimaanlagen dort, wo dies kurzfristig technisch möglich sowie baulich und wirtschaftlich sinnvoll ist
  • die Sicherstellung einer ausreichenden Trinkwasserversorgung sowie weitere organisatorische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Unterrichts- und Betreuungsbetriebs.

Die Verwaltung wird zudem beauftragt, die hierfür erforderlichen Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und den jeweiligen Umsetzungszeitraum darzustellen.

 

Begründung

Die Erarbeitung des städtischen Hitzeaktionsplans ist bereits weit fortgeschritten. Angesichts der zunehmenden Zahl extremer Hitzetage reicht es jedoch nicht aus, auf die Fertigstellung des Gesamtkonzeptes zu warten. Erforderlich ist ein kurzfristiges Sofortprogramm, das bereits in den kommenden Sommern wirksam wird.

Überhitzte Klassen- und Gruppenräume beeinträchtigen die Gesundheit, die Konzentrationsfähigkeit und den Lernerfolg der Kinder und Jugendlichen. Unterrichts- und Betreuungsausfall oder das vorzeitige Nachhause-Schicken der Kinder und Jugendlichen sind keine tragfähige Antwort auf die Folgen des Klimawandels.

Neben Verschattungsmaßnahmen sollten ausdrücklich auch technische Lösungen wie Ventilatoren und – wo sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar – Klimaanlagen geprüft werden. Alle Schulen und Kitas gehören zum Bilanzkreislauf der Stadt und können über die regionale Direktvermarktung besonders günstig mit dem benötigten Strom versorgt werden, der auf städtischen Dächern klimafreundlich erzeugt wird. Davon sollten die Kinder und Jugendlichen, sowie Lehrkräfte und Erzieher*innen bei großer Hitze profitieren!

Ziel muss es sein, den Betreuungs- und Unterrichtsbetrieb auch an heißen Tagen zuverlässig sicherzustellen und die Gesundheit der Kinder sowie der Beschäftigten wirksam zu schützen.

Julia Brinner
Fraktionssprecherin
 

Karin Schmitt-Promny
Kinder- & Jugendpolitische
Sprecherin

Pola Heider
Bildungspolitische Sprecherin 
 

 

 

 

 

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