"Wir haben die Sondierungsgespräche mit der CDU mit echtem Gestaltungswillen geführt – mit dem Ziel, Aachen aktiv mitzuprägen und Verantwortung für diese Stadt zu übernehmen. Deshalb sind wir sehr lösungsorientiert und konstruktiv in diese Gespräche gegangen und haben auch die CDU entsprechend wahrgenommen.
Unser Ziel war und ist es, Aachen zukunftsfest aufzustellen und den Wähler*innenauftrag umzusetzen. Unsere Stadt in einem stabilen Zweierbündnis verlässlich weiterzuentwickeln ist angesichts des Wahlergebnisses dabei die naheliegendste Option, die wir zielgerichtet verfolgt haben.
In den Sondierungen haben wir einige Herausforderungen gesehen, aber keine grundlegenden unüberbrückbaren Differenzen wahrgenommen, die eine gemeinsame Zusammenarbeit unmöglich gemacht hätten.
Dass die CDU diesen Weg nun nicht weitergehen möchte, bedauern wir. Vor dem Hintergrund ihres Anspruchs aus dem Wahlkampf, für ein verbindendes Miteinander zu stehen, hätten wir erwartet, dass sich dieser Anspruch auch in der Bereitschaft zu einer stabilen Zusammenarbeit widerspiegelt.
Es gab hier das Momentum, eine breite Mehrheit der Stadtgesellschaft zu vertreten und konservative mit grünen Ideen zu verbinden. Wir hätten diese große Chance für unsere Stadt gerne genutzt und haben uns daher an vielen Stellen kompromissbereit gezeigt.
Mit der Entscheidung für ein komplexeres Mehrparteienbündnis geht die CDU aus unserer Sicht ein unnötiges Risiko für die Stabilität und Handlungsfähigkeit der Stadt ein. Ein Zweierbündnis wäre die verlässlichere Grundlage gewesen, um Aachen in den kommenden Jahren konsequent weiterzuentwickeln und zentrale Zukunftsentscheidungen umzusetzen.
Was jetzt auf dem Spiel steht, ist viel: die Transformation der Innenstadt, die Verkehrswende, konsequenter Klimaschutz, bezahlbares Wohnen und ein sozial gerechtes Aachen.
Wir werden weiter dafür kämpfen, dass diese Themen vorankommen - mit Verantwortung, mit klaren Ideen und mit einem starken Wählerauftrag im Rücken. Auch außerhalb einer Koalition werden wir alles daransetzen, Mehrheiten für diesen Weg zu organisieren.
Denn unsere Stadt hat mehr verdient als politische Taktik: Sie verdient Mut zur Zukunft.“
Statement unserer Parteivorsitzenden Astrid Vogelheim und Jonas Baldus zur Entscheidung der CDU, Koalitionsgespräche mit der SPD, VOLT und der FDP aufzunehmen