Gute Gründe für den Atomausstieg

Klimawandel, steigende Energiepreise, knapper werdende Ölvorkommen - all dies kommt den Atomlobbyisten sehr entgegen, um für Atomkraft in Deutschland zu werben.

Klimawandel, steigende Energiepreise, knapper werdende Ölvorkommen  - all dies kommt den Atomlobbyisten sehr entgegen, um für Atomkraft in Deutschland zu werben. Sie entwerfen Szenarien von Energieengpässen, die in Zukunft über uns hereinbrechen werden. Die Mär von der Stromlücke wurde kreiert. Einziger Ausweg aus der vermeintlichen Misere – so die Argumentation der Atomlobbyisten – ist eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke. Die Atomkraft als angebliches umweltfreundliches und günstiges Allheilmittel gegen die Probleme der Zukunft.

Atomkraft als Auslaufmodell


Verschwiegen wird dabei gerne, dass die Atomkraft wirtschaftlich und technisch ein Auslaufmodell ist. Uran ist genauso ein begrenzter Rohstoff wie Öl und Gas. Laut Prognosen der OECD reichen die heute bekannten Energievorräte höchstens noch 70 Jahre. Kaum länger als Erdöl.

Die absehbare Verknappung des Urans wird zwangsläufig zu einem Preisanstieg führen, da ist sich Monika Kuck, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN, sicher: “Im Zeitraum zwischen Oktober 2001 und Oktober 2006 hat sich der Preis für Uran (U-308) versechsfacht. Bei zunehmender Verknappung wird sich der Preisanstieg noch drastischer entwickeln.“

Uran: endlicher Rohstoff – unendliche Probleme


Uranabbau gibt es in Deutschland nicht mehr. Deutschland ist somit von Uranimporten abhängig. Uran wird im Tagebau oder in Bergwerken in Ländern wie Australien, Russland oder Afrika abgebaut. Massive Umweltschäden sind die Folge. Um das Bergwerk herum entstehen gigantische Abraumhalden. Die nähere Umgebung gleicht einer Mondlandschaft. Sickerwasser mit giftigen und radioaktiven Inhaltsstoffen fließt oftmals ungefiltert in Flüsse und Seen. Zudem gelang über die Belüftung der Bergwerke radioaktiver Staub und Radon-Gas in die Umwelt. Dies führt zu einem enorm erhöhten Gesundheitsrisiko für die Bergbauarbeiter, aber auch für alle Bewohner der angrenzenden Regionen.

Sowohl beim Abbau des Urans als auch bei der Gewinnung der Atomenergie fallen Unmengen radioaktiver Müll an. In den 440 Atomkraftwerken weltweit wurden bisher schätzungsweise 300.000 Tonnen hochgiftiger, tödlicher Müll produziert. Jedes Jahr kommen ca. 12 000 Tonnen Müll hinzu. Aber es gibt bisher kein einziges Endlager! Dies bringt Monika Kuck in Rage: „Wo soll dieser Müll für Jahrtausende sicher gelagert werden? Kann er überhaupt sicher gelagert werden? Welche Kosten werden dadurch verursacht? Wer trägt diese Kosten, die als „Nebenprodukt“ der  vermeintlich „günstigen“ und „umweltfreundlichen“ Atomenergie anfallen?  Wahrscheinlich der Steuerzahler, der auch schon die Kosten für Forschung und Entwicklung der Kernenergie getragen hat!“

Der Skandal um das Atommülllager Asse hat aufgezeigt, wie hoch das Verantwortungsbewusstsein der Kraftwerksbetreiber einzuschätzen ist. In Asse wurde strahlender Müll gelagert, obwohl bekannt war, dass der Salzstock undicht ist.

Erstarkter Widerstand gegen Atomenergie


Der starke Widerstand gegen den diesjährigen Castortransport ins Zwischenlager Gorleben verdeutlicht, dass sich immer mehr Bürger gegen die Atomkraft und gegen eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke stark machen. Mit den GRÜNEN – so Monika Kuck - wird es keinen Ausstieg aus dem Atomausstieg geben!“

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