Ratsantrag 09 /2026
die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:
- Die Roermonder Straße wird bei zukünftigen Umbaumaßnahmen so gestaltet, dass alle Optionen für eine mögliche Straßenbahn-Trasse offengehalten werden. Umbaumaßnahmen, auch von Dritten, sind so zu planen, dass bei einer späteren Integration einer Straßenbahntrasse die Investitionskosten so gering wie möglich gehalten werden und möglichst wenig verlorene Investitionen entstehen.
- Die für die Roermonder Straße beschriebenen Maßnahmen werden auch auf die weiteren ÖPNV-Hauptachsen angewandt. Dazu zählen: Trierer Str. bis Kornelimünster, Jülicher Str. bis Haaren, Vaalser Str. bis Vaals einschließlich Abzweig zum Klinikum, Haupterschließungsstraße zu den RWTH-Campusgebieten und zum Klinikum
Begründung
Eine Veränderung des Modal Splits zugunsten des Umweltverbunds ist in Hinblick auf die CO₂- Emissionen im Verkehrssektor notwendig. Die Erweiterung der Regio-Tram bietet für Stadt Aachen die Möglichkeit den ÖPNV qualitativ hochwertig auszubauen.
Die Roermonder Straße ist schon heute eine wichtige Route für den ÖPNV und hat aufgrund ihrer Lage hohes Potential für eine zukünftige Erweiterung der Regiotram.
Der Mobilitätsausschuss hat am 10.10.2024 zusätzliche Maßnahmen zur Anmeldung für den ÖPNV- Bedarfsplan beschlossen.1
Dazu zählten unter anderem die Regiotram-Erweiterungsäste nach Vaals, Richterich, Brand/ Kornelimünster, Haaren, Uniklinik, RWTH-Campusgebiete. Die ÖPNV-Hauptachsen sind für diese Erweiterungsäste in weiten Teilen alternativlos.
Im Zuge der Machbarkeitsstudie für die Regiotram musste eine Weiterführung auf der Jülicher Straße bis vor den Ortseingang Haaren ausgeschlossen werden, da mit dem Ausbau als Straßenbahntrasse Fernwärmeleitungen und Regenwassersammler hätten verlegt werden müssen. Dies hätte hohe Investitionskosten verursacht. Solche Hindernisse sollen auf den potentiellen Achsen eines zukünftigen Straßenbahnnetzes in Aachen ausgeschlossen werden.
Für die die ÖPNV-Hauptachsen soll daher möglichst frühzeitig sichergestellt werden, dass bauliche Veränderungen einer Umsetzung von Erweiterungsästen nicht im Wege stehen.
| Wilfried Fischer Fraktionssprecherin Grüne | Carsten Schaadt Fraktionsvorsitzender SPD |