Photovoltaik-Ausbau in Aachen auf Rekordhoch – Aachener Solarförderprogramm ein voller Erfolg

2023 wurden bereits mehr Öcher Dächer mit Photovoltaik ausgestattet als jemals zuvor – ein Erfolg des Aachener Solarförderprogramms, das im Jahr 2024 mit neuem Schwerpunkt auf Mieterstrommodelle fortgesetzt werden soll

Die grün-rote Koalition feiert einen bedeutenden Meilenstein im Einsatz für den Klimaschutz:
Der Ausbau der Photovoltaik auf den Aachener Dächern hatte bereits im Jahr 2022 Rekordstände zu verzeichnen. Nun, in der ersten Jahreshälfte 2023, geht es noch steiler bergauf: Bis zum August wurden bereits mehr Photovoltaik-Anlagen installiert als jemals zuvor in einem Jahr.

Zwischen Januar und August 2023 wurden laut dem Marktstammdatenregister in der Stadt Aachen schon 1.250 Anlagen mit einer Bruttoleistung von 6,2 Megawatt installiert. Zum Vergleich: 2022 waren es (im ganzen Jahr) 4,7 Megawatt, 2021 noch 4,0 Megawatt und in den Jahren 2016 und 2017 sogar unter einem Megawatt. Und selbst in den Jahren des ersten Solarbooms 2010/2011 waren solche Ausbauzahlen nicht erreicht worden. Auch die Zahl der installierten Speicherkapazität hat sich deutlich gesteigert.

„Damit sind wir in Aachen endlich auf dem richtigen Weg, um die Klimakrise wirkungsvoll zu bekämpfen“, sagt Julia Brinner, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion. „Unser Ziel muss es sein, das hohe Ausbautempo, das wir gerade erleben, dauerhaft über die nächsten Jahre zu halten, oder besser noch weiter zu steigern.“

Der massive Photovoltaik-Ausbau auf den Aachener Dächern ist eines der Ziele der grün-roten Koalition im Aachener Rat. Ursächlich für den neuen Solar-Boom sind neben neuen Bundesregelungen, die den Betrieb einer Anlage lukrativer machen, und gesteigerten Energiepreisen in Folge des Ukraine-Kriegs sicherlich auch die lokalen Anreize, die in den letzten Jahren konkret in Aachen gesetzt wurden. Dazu zählt vor allem das Öcher Solarförderprogramm, das im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzepts im Jahr 2020 beschlossen wurde. Seitdem wurden über 2.200 Anlagen von der Stadt gefördert – weitere 500 Anträge sind aktuell noch in der Bearbeitung. Das Programm wurde letztendlich so gut angenommen, dass das Budget seit einigen Tagen ausgeschöpft ist und ein Förderstopp verhängt werden musste. So ärgerlich das für mach einen Öcher sein mag, der gerade seine neue Anlage plant: es zeigt doch den riesigen Erfolg dieser Maßnahme!

Die rot-grüne Koalition wird sich dafür einsetzen, das Programm auch im Jahr 2024 fortzuführen, um den Photovoltaik-Ausbau weiter anzukurbeln. Allerdings soll der Fokus der Förderungen verschoben werden. „Wir sehen, dass die Förderung bisher gerade für Einfamilienhaus-Dächer sehr gut angenommen wurde. Diese Anlagen rentieren sich aber inzwischen durch die gestiegenen Strompreise auch ohne eine zusätzliche Förderung. Daher möchten wir den Schwerpunkt unserer Förderung verschieben, sodass zukünftig Dächer von Mehrfamilienhäusern, insbesondere in der Umsetzung mit  Mieterstrom-Modellen, im Fokus stehen.“ Dazu ergänzt Heike Wolf, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Dieser neue Fokus hat auch eine soziale Dimension: Von Mieterstrommodellen profitieren nicht nur Eigenheimbesitzer, sondern auch Mieterinnen und Mieter, die finanziell häufig schlechter gestellt sind. Auch sie sollen die Chance bekommen, von der Energiewende finanziell zu profitieren. Dass ein hohes Interesse in dieser Gruppe besteht, zeigt die hohe Nachfrage nach Steckersolargeräten durch Mieter und Wohnungseigentümer.“

Im Integrierten Klimaschutzkonzept ist das Ziel festgehalten, bis zum Jahr 2030 insgesamt mindestens 146 Megawatt installierter Photovoltaik-Leistung auf den Aachener Dächern vorzuweisen, was in etwa einer Vervierfachung der aktuellen gesamten Anlagenleistung entspricht. Diesen ambitionierten Weg müssen wir gemeinsam gehen, als Kommunalpolitik, Verwaltung, lokale Unternehmen und natürlich mit dem Engagement der Öcherinnen und Öcher.

 

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